Ortsansicht Otzweiler

Otzweiler

An der Grenze zum Landkreis Birkenfeld liegt am Großbach die knapp 200 Einwohner umfassende Gemeinde Otzweiler.

Geschichte

Aus dem Früh- und Hochmittelalter wissen wir wenig über Otzweiler. Im 14. Jh. gehörte Otzweiler zur Herrschaft der Wildgrafen auf der Kyrburg. Im Jahr 1375 teilten die Wildgrafen Otto und Friedrich von Kyrburg Güter und Rechte, die sie im "Amt Otzweiler" (u.a. mit Hundsbach, Schweinschied, Löllbach) besaßen, unter sich auf.

Fabricius vermutet, dass der Ort aus einem wildgräflichen Hof des Gerichts Becherbach hervorgegangen ist und ursprünglich zum Hochgericht auf der Heide gehörte. Otzweiler, das lediglich aus diesem Hof und zwei Mühlen bestand, hat sich in späteren Zeiten zu einer größeren Siedlung weiterentwickelt.

Zu Beginn des 16. Jh.s gehörte der Ort zur Schultheißerei Sien innerhalb des wildgräflichen Amtes Kyrburg. Da in Otzweiler auch sponheimische Untertanen wohnten, beanspruchten auch die Grafen von Sponheim bzw. deren Rechtsnachfolger, der Markgraf von Baden, als Inhaber des Amtes Naumburg die Territorialhoheit über den Ort. Die daraus entstandenen Rechtsstreitigkeiten zwischen dem Amt Salen-Kyrburg und dem badischen Amt Naumburg wurden 1757 dahin geschlichtet, dass die Güter und Einwohner von Otzweiler in gemeinschaftlicher Verwaltung der beiden Ämter verbleiben sollten.

Einer einheitlichen Verwaltung wurden die Ortsbewohner erst unterstellt, als die Franzosen den Ort der neu geschaffenen Marie Schmidthachenbach im Kanton Grumbach zuordneten.

Nach dem Ende der französischen Herrschaft im Jahr 1814 und einer kurzzeitigen Zugehörigkeit zu Preußen kam im Jahr 1816 Otzweiler zur Oberschultheißerei Hundsbach im hessen-hamburgischen Oberamt Meisenheim. Anfang der 20er Jahre des 19. Jh.s wechselte der Amtssitz von Hundsbach nach Becherbach, wo bis zum Jahr 1940 die für Otzweiler zuständige Amtsverwaltung ihren Sitz hatte.

Nach der Auflösung des Amtes Becherbach kam Otzweiler zum Amt Kirn-Land.

In 1864 wohnten in Otzweiler in 57 Wohnhäusern 71 Familien. Der Großteil der mehr als 300 Einwohner zählenden Gemeinde war evangelisch. Heute hat der Ort noch ca. 250 Einwohner.

Ortsgemeinderat

BezeichnungNameVorname
OrtsbürgermeisterinKleyerNatalie
1. BeigeordneterGrafAdrian
2. BeigeordneteGräfGislinde
RatsmitgliedBecherPhilipp
RatsmitgliedGrafAdrian
RatsmitgliedGräfGislinde
RatsmitgliedNeuTobias
RatsmitgleidStenzhornAlexander
RatsmitgliedWinterPauline

Gemeindewappen

Wappenbeschreibung

Über blau-golden geschachtem Schildfuß in Silber ein roter Mühlstein belegt mit einem goldenen Mühleisen.

Wappenbegründung

Das geschachte Feld nimmt Bezug zur ehemaligen Zugehörigkeit zur vorderen Grafschaft Sponheim. Mühlstein und Mühleisen erinnert an die Entstehung des Dorfes Otzweiler. Laut Pfarrer Lentze in seinem Buch "Amt Naumburg und Pfarrei Becherbach", war Otzweiler 1599 nur ein Hof mit zwei Mühlen - vor Alters nur eine Mühle.

Entstehung

Der Gemeinderat beauftragte am 03.02.1966 den Grafiker Brust, Kirnsulzbach, einen Entwurf für ein Gemeindewappen zu erarbeiten. In der Sitzung am 08.06.1966 nahm der Rat den vorgelegten Entwurf an. Nach Zustimmung durch das Staatsarchiv erteilte das Ministerium des Innern in Mainz am 04.07.1966 die Genehmigung zur Führung eines eigenen Wappens.

Gemeindeflagge

Flaggenbeschreibung

Die Flagge in Form eines Banners, Größenverhältnis 270:120, zeigt waagerechte Streifen in Blau, Gelb, Blau, im Verhältnis 140:105:25. Das Wappen ist auf der Mittelachse aufgelegt.

Flaggenbegründung

Die Farben blau - gelb nehmen Bezug auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Herrschaft der vorderen Grafschaft Sponheim.

Entstehung

Nachdem in einer Bürgermeister-Dienstbesprechung Einigkeit darüber erzielt wurde, für alle Gemeinden die Anschaffung einer Gemeindeflagge in Betracht zu ziehen, wurde der Kirnsulzbacher Maler und Grafiker Karlheinz Brust damit beauftragt, entsprechende Entwürfe zu fertigen. Nach Abstimmung mit dem Landeshauptarchiv wurden die Entwürfe allen Gemeinden zur Entscheidung vorgelegt. Der Ortsgemeinderat Otzweiler beschloss in seiner Sitzung vom 26.05.1988 einstimmig die Einführung der Gemeindeflagge. Nach Zustimmung durch das Landeshauptarchiv erteilte die Bezirksregierung am 04.08.1988 die Genehmigung zur Einführung der Gemeindeflagge. Vom Landeshauptarchiv wurde mitgeteilt, dass es bisher einmalig ist, dass alle Gemeinden einer Gebietskörperschaft in Rheinland-Pfalz gleichzeitig eine Flagge eingeführt haben.

Standort

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Niedrigste Höhe über NN = 295 m
Höchste Höhe über NN = 417 m
Höhe Ortslage über NN = 306 m
Gemarkungsgröße = 310 ha, 93 ar, 71 qm

Vereine

  • Förderverein DORFGEMEINSCHAFTShaus
  • Jugendtreff "Eckstübbche Otzweiler " e.V.
  • Landfrauen Otzweiler
  • SV Otzweiler
  • Tramp-Club e.V.
  • Verein der Freunde und Förderer der freiwilligen Feuerwehr Otzweiler e.V.

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Veranstaltungen in Otzweiler


Veranstalter: Trampclub Otzweiler e.V.
Ort: Otzweiler

Ortsbürgermeisterin

Natalie Kleyer
Bergstraße 5
55606 Otzweiler