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Ortsansicht Oberhausen

Oberhausen

Die Gemarkung der Ortsgemeinde Oberhausen war schon sehr früh besiedelt. Einige Grabhügelfunde der sog. "älteren Hunsrück-Eifel-Kultur", z.B. ein bronzener Wendelhalsring und bronzene Armringe, sind Siedlungsspuren aus dem Zeitraum von 600 bis 400 vor der Zeitrechnung.

Geschichte

Über die Oberhauser Gemarkung führten auch zwei wichtige prähistorische Straßen, wobei die sog. "Salzstraße" das obere Nahegebiet mit dem Rhein verband und eine Straße von Kirchberg nach Meisenheim als Nord-Südverbindung zwischen Moselraum und Pfälzer Bergland bestand.

Die frühesten Erwähnungen des Ortsnamens finden sich in Urkunden aus den Jahren 1342 ("Obernhusen"; W. Günther, Cod. dipl III., 448) und 1346. Letztere Urkunde ist ein Weistum vom Jahr 1346, in welcher der Gerichtsschöffe "Hermann von Obirnhusen" als Mitglied des Schöffenrates des Gerichts Hennweiler genannt wird. Oberhausen gehörte damals zur "Vogtei Heinzenberg", einem mittelalterlichen Gerichts- und Verwaltungsbezirk, der von den Dörfern Hennweiler, Oberhausen, Guntzelnberg, Rode, Heinzenberg und dem Eigener Hof gebildet wurde. Dort waren die Herren von Heinzenberg, die im Kellenbachtal eine Burg bewohnten, als Vögte für die Rechtssprechung und Steuererhebung verantwortlich. Hennweiler war "Mutterort" in dieser Großgemarkung. Oberhausen war - wie die anderen Orte - eine sog. "Tochter-" oder "Ausbausiedlung".

Der Vogteibezirk war zugleich Pfarrbezirk, dessen "Mutterkirche" die Stephanuskirche in Hennweiler war. Im Spätmittelalter wurde Oberhausen Bestandteil der Herrschaft Wartenstein und gehörte zum Unteramt Hennweiler. Die Amtsgewalt ging damals von den Herren von Heinzenberg zunächst an Tilmann vom Stein/Wartenstein über. Da jener aber ohne männliche Nachkommen starb, kamen im Laufe der Zeit durch Einheirat einige andere Familien des Niederadels zu Besitz und Rechten auf Wartenstein, wobei diese Familien eine Art Ganerbengemeinschaft bildeten.

Im Verlauf der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gelang es schließlich den Herren von Schwarzenberg, sich die alleinige Herrschaft im Unteramt Hennweiler zu sichern, wobei die Lehenshoheit jedoch stets den Grafen und Herzögen von Pfalz-Zweibrücken als den Rechtsnachfolgern der Grafen von Veldenz verblieb. Als Ortsherr führte Johann III. von Schwarzenberg um 1550 in der Pfarrei Hennweiler/Oberhausen die Reformation ein. Oberhausen bildete mit Hennweiler im späten Mittelalter eine Großgemarkung, die in Form der Markgenossenschaft bewirtschaftet wurde. Erst später erfolgten Gemarkungsteilungen. Eine Aufteilung der ebenfalls gemeinsamen Waldungen geschah erst 1769.

Während der französischen Herrschaft im linksrheinischen Raum (1798-1814) gehörte Oberhausen zur Mairie Kirn im Arrondissement Simmern. In der anschließenden preußischen Zeit blieb Oberhausen weiterhin Bestandteil der nun "Bürgermeisterei Kirn" genannten Gebietskörperschaft. Nachdem Kirn im Jahr 1857 Stadtrecht und eine eigene Verwaltung erhielt, bildeten die Landgemeinden die "Landbürgermeisterei Kirn", die vom Kirner Bürgermeister mit verwaltet wurde. Als diese Personalunion 1896 aufgehoben wurde, wählten die Vertreter der Landgemeinden ihren eigenen Bürgermeister. Oberhausen verblieb ununterbrochen im Gemeindeverband "Amt Kirn-Land", der im Zuge der Verwaltungsreform im Jahre 1969 zur "Verbandsgemeinde Kirn-Land" umgebildet wurde.

Oberhausen hat sich in den letzten Jahrzehnten von einem vorwiegend landwirtschaftlich orientierten Dorf zu einer modernen Wohngemeinde entwickelt. Mit Wasser ist die Gemeinde seit 1953/54 durch das Gruppenwasserwerk Krebsweiler versorgt. Die Kanalisation wurde 1956-1963 erbaut und an die Kläranlage Kirn angeschlossen.

Oberhausen hat auch einige Kulturdenkmäler aufzuweisen. Die evangelische Kirche mit einem gotischen Chor mit farbiger Ausmalung stammt aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Kirche wurde 1743 mit einem neuen Schiff versehen und bis 1898 simultan genutzt. Die Grundsteinlegung des katholischen Gotteshauses erfolgte 1898. Ein anderes bedeutendes Kulturdenkmal auf Oberhauser Gemarkung ist Schloss Wartenstein.

Ortsgemeinderat

BezeichnungNameVornamePartei
OrtsbürgermeisterJungThomasparteilos
1. BeigeordneterSchäferEgonFWG
2. BeigeordneterMüllerRonnySPD
3. BeigeordneterMayAxelFWG
RatsmitgliedMüllerRonnySPD
RatsmitgliedStaudtGerdSPD
RatsmitgliedStilzAndreSPD
RatsmitgliedZerfaß-WildbergerHelmaSPD
RatsmitgliedGabrielMarcusFWG
RatsmitgliedKrügerRolandFWG
RatsmitgliedMayAxelFWG
RatsmitgliedSchäferEgonFWG
RatsmitgliedSchäferJörgFWG
RatsmitgliedSchneiderJenniferFWG
RatsmitgliedSetzAndreaFWG
RatsmitgliedUebelBastianFWG

Wahl Ortsbürgermeister*in Oberhausen am 26.09.2021

Bekanntmachung des Tages der Wahl der/des Ortsbürgermeisterin/Ortsbürgermeisters und über die Einreichung von Wahlvorschlägen

I.
Am Sonntag, dem 26.09.2021, findet die Wahl der/des Ortsbürgermeisterin/Ortsbürgermeisters statt. Eine etwa notwendig werdende Stichwahl wird am Sonntag, dem 10.10.2021, durchgeführt.

Aufgrund des § 62 des Kommunalwahlgesetzes (KWG) und des § 74 Abs. 1 der Kommunalwahlordnung (KWO) fordere ich hiermit zur Einreichung von Wahlvorschlägen für die Wahl der/des Ortsbürgermeisterin/Ortsbürgermeisters auf.

II.
Wahlvorschläge können von Parteien im Sinne des Artikels 21 des Grundgesetzes, von Wählergruppen sowie von Einzelbewerberinnen und Einzelbewerbern eingereicht werden. Parteien und Wählergruppen können auch eine gemeinsame Bewerberin oder einen gemeinsamen Bewerber in einem gemeinsamen Wahlvorschlag benennen.

Parteiwahlvorschläge und Wahlvorschläge mitgliedschaftlich organisierter Wählergruppen sind in einer Versammlung der wahlberechtigten Mitglieder oder Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde, Wahlvorschläge nicht mitgliedschaftlich organisierter Wählergruppen in einer Versammlung, zu der die Wahlberechtigten der Gemeinde einzuladen sind, in geheimer Abstimmung aufzustellen. Eine gemeinsame Bewerberin oder ein gemeinsamer Bewerber kann auch in geheimer Abstimmung einer gemeinsamen Versammlung von wahlberechtigten Mitgliedern/Anhängerinnen und Anhängern/ Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Parteien und Wählergruppen gewählt werden.

Eine Partei, die unter § 16 Abs. 4 KWG fällt, muss spätestens am 54. Tag vor der Wahl, das ist am 03.08.2021, bis 18 Uhr bei der Landeswahlleiterin oder dem Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, Mainzer Straße 14-16, 56130 Bad Ems, die Teilnahme an der Wahl anzeigen und ihre Eigenschaft als Partei im Sinne des Parteiengesetzes nachweisen. Dies entfällt, wenn die entsprechende Bestätigung zur Wahl der derzeitigen Vertretungskörperschaft eingereicht worden war.

III.
Die Wahlvorschläge müssen von einer Mindestzahl von Wahlberechtigten des Wahlgebiets, die den Wahlvorschlag unterstützen, unterschrieben sein (Unterstützungsunterschriften), soweit die Wahlvorschlagsträger nicht nach § 16 Abs. 3 oder § 62 Abs. 3 Satz 2 KWG davon befreit sind. Für jede Wahl darf jeweils nur ein Wahlvorschlag unterschrieben werden.

Die Wahlvorschlagsträger sind für die Beibringung einer ausreichenden Zahl gültiger Unterstützungsunterschriften ausschließlich selbst verantwortlich. Nach Ablauf der Einreichungsfrist (Abschnitt IV) können Unterstützungsunterschriften nicht mehr geleistet werden.

In einem Wahlvorschlag zur Wahl der/des Ortsbürgermeisterin/Ortsbürgermeisters darf nur eine Bewerberin oder ein Bewerber benannt werden.

Der Wahlvorschlag muss von mindestens 25 wahlberechtigten Personen unterzeichnet sein. Bei Wahlvorschlägen von Parteien und Wählergruppen, auf die § 16 Abs. 3 KWG zutrifft, bedarf es keiner Unterstützungsunterschriften.
Das Gleiche gilt, wenn sich die/der bisherige Oberbürgermeisterin/Oberbürgermeister bewirbt.

IV.
Der vollständig unterzeichnete Wahlvorschlag soll mit den erforderlichen Anlagen möglichst frühzeitig bei dem zuständigen Wahlleiter,

Ortsbürgermeister Thomas Jung, Im Lieserberg 2, 55606 Oberhausen
bzw. während dessen Abwesenheit i.d.Z. vom 02.08. bis 09.08.21, 18 Uhr, beim Ersten Beigeordneten (Stellvertretender Wahlleiter), Egon Schäfer, Königshof , 55606 Oberhausen

oder bei der zuständigen Verbandsgemeindeverwaltung,

Verbandsgemeinde Kirner Land, Bahnhofstraße 31, 55606 Kirn

eingereicht werden. Die Einreichungsfrist läuft am 48. Tag vor der Wahl ab, das ist

am Montag, dem 09.08.2021, 18 Uhr.

V.
Vordrucke für Wahlvorschlag, Niederschrift über die Benennung der Bewerberin oder des Bewerbers, Zustimmungserklärung der Bewerberin oder des Bewerbers und Bescheinigung der Wählbarkeit der Bewerberin oder des Bewerbers sind bei der zuständigen Verbandsgemeindeverwaltung gegen Kostenerstattung erhältlich.

Amtliche Formblätter für die Unterstützungsunterschriften werden auf Anforderung von der zuständigen Wahlleiterin oder dem zuständigen Wahlleiter und von der zuständigen Verbandsgemeindeverwaltung kostenfrei abgegeben.

Oberhausen, den 25.06.2021

Thomas Jung
Ortsbürgermeister
als Gemeindewahlleiter

Eintragung der von der Meldepflicht befreiten wahlberechtigten Staatsangehörigen anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union in das Wählerverzeichnis

Bekanntmachung

des Wahlleiters zur Eintragung der von der Meldepflicht befreiten wahlberechtigten Staatsangehörigen anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union in das Wählerverzeichnis

I.
Am Sonntag, dem 26. September 2021, von 8 bis 18 Uhr,
findet die Wahl der/des Ortsbürgermeisterin/Ortsbürgermeisters 
und
am Sonntag, dem 10. Oktober 2021, von 8 bis 18 Uhr
die etwaige Stichwahl
der/des Ortsbürgermeisterin/Ortsbürgermeisters statt.

II.
Wahlberechtigte Staatsangehörige anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die von der Meldepflicht befreit und deshalb in der Gemeinde nicht gemeldet sind und daher auch nicht von Amts wegen in das Wählerverzeichnis eingetragen werden können, werden hiermit aufgefordert, ihre Eintragung in das Wählerverzeichnis bis zum 20.08.2021, 12 Uhr, bei der Verbandsgemeindeverwaltung zu beantragen.

Der Antrag soll nach dem Muster der Anlage 1 a der Kommunalwahlordnung gestellt werden. Antragsvordrucke können Sie bei der Verbandsgemeindeverwaltung erhalten.

Oberhausen, den 14.07.2021

Thomas Jung
Wahlleiter

Gemeindewappen

Wappenbeschreibung

Schild gespalten, vorne in Schwarz ein silberner goldgekrönter - bewehrter und -gezungter Löwe, hinten in Gold ein roter Sparren, darunter ein roter gelappter Wendelring.

Wappenbegründung

Der Löwe nimmt Bezug zur ehemaligen Zugehörigkeit zur Herrschaft Wartenstein (Trierer Lehen an von Warsberg). Der Sparren ist redend auf den Dorfnamen Oberhausen bezogen. Der Wendelring aus der Hallstattzeit 6./5. Jahrhundert wurde in einem Grab in Oberhausen gefunden (Seltene Ausführung).

Entstehung

Der Gemeinderat beauftragte am 29.11.1963 den Grafiker Brust, Kirnsulzbach, einen Entwurf für ein Gemeindewappen zu erarbeiten. In der Sitzung am 24.09.1965 nahm der Rat den vorgelegten Entwurf an. Nach Zustimmung durch das Staatsarchiv erteilte das Ministerium des Innern in Mainz am 29.12.1965 die Genehmigung zur Führung eines eigenen Wappens. 

Gemeindeflagge

Flaggenbeschreibung

Die Flagge in Form eines Banners, Größenverhältnis 270-120, zeigt senkrechte Streifen in Weiß, Schwarz, Rot und Gold, im Verhältnis 60:20:20:20 (1/2 und je 1/6 der Flaggenbreite). Das Wappen ist auf der senkrechten Achse in der Mitte aufgelegt.

Flaggenbegründung

Die Farben weiß - schwarz - rot - gold nehmen Bezug auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Herrschaft Wartenstein.

Entstehung

Nachdem in einer Bürgermeister-Dienstbesprechung Einigkeit darüber erzielt wurde, für alle Gemeinden die Anschaffung einer Gemeindeflagge in Betracht zu ziehen, wurde der Kirnsulzbacher Maler und Grafiker Karlheinz Brust damit beauftragt, entsprechende Entwürfe zu fertigen. Nach Abstimmung mit dem Landeshauptarchiv wurden die Entwürfe allen Gemeinden zur Entscheidung vorgelegt. Der Ortsgemeinderat Oberhausen beschloss in seiner Sitzung vom 05.05.1988 einstimmig die Einführung der Gemeindeflagge. Nach Zustimmung durch das Landeshauptarchiv erteilte die Bezirksregierung am 04.08.1988 die Genehmigung zur Einführung der Gemeindeflagge. Vom Landeshauptarchiv wurde mitgeteilt, dass es bisher einmalig ist, dass alle Gemeinden einer Gebietskörperschaft in Rheinland-Pfalz gleichzeitig eine Flagge eingeführt haben. 

Standort

Klicken Sie hier... um zu dem Ortsplan der Ortsgemeinde Oberhausen bei Kirn zu gelangen.

Niedrigste Höhe über NN = 220 m
Höchste Höhe über NN = 423 m
Höhe Ortslage über NN = 410 m
Gemarkungsgröße = 457 ha, 86 ar, 21 qm

Vereine

  • Frauentreff
  • Freie Wählergemeinschaft
  • Förderverein der freiwilligen Feuerwehr Oberhausen e. V.
  • Heimat- und Kulturverein Oberhausen e.V.
  • Jugendtreff 1991 Oberhausen
  • MGV 1929 Oberhausen e.V.
  • Reservistenkameradschaft Kirner Land
  • SV Oberhausen 1922 e.V.

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I.
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Veranstalter: Heimat- und Kulturverein Oberhausen
Ort: Gemeindehaus

Ortsbürgermeister

Thomas Jung
Im Lieserberg 2
55606 Oberhausen
Tel.: 0152 28506890