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Schloss Wartenstein

Straßeneinweihung in Fontaine-les Dijon

Dr. Paul Morelon und Fritz Wagner

Seit 35 Jahren pflegt die Stadt Kirn enge Partnerschaftsbeziehungen zu Fontaine-les Dijon in Burgund. Anlässlich einer Straßeneinweihung wurden Altbürgermeister Fritz Wagner, seine Frau Ute sowie die 1. Beigeordnete der Stadt, Christa Hermes, als Vertreterin von Bürgermeister Frank Ensminger, eingeladen. Es gab dazu einen außergewöhnlichen Anlass: Die Straße trägt zukünftig den Namen „Allee Fritz Wagner“. Ute Wagner wurde für ihr Engagement in der Partnerschaft mit der Ehrenmedaille der Stadt Fontaine ausgezeichnet. 

Aus der Rede des Bürgermeisters Patrick Chapuis: 
Die Wahl einer Straßenbezeichnung sei immer heikel, vor allem wenn es darum gehe, den Namen einer öffentlichen Person zu wählen.  Es werde natürlich empfohlen, ehrenwerte Menschen zu wählen, die durch ihr öffentliches Handeln das Gebiet und die Bevölkerung, für die sie verantwortlich waren, positiv geprägt und die demokratischen Werte unserer Staaten verteidigt sowie Interesse an der Stadt Fontaine über einen längeren Zeitraum bekundet hätten. Für Fritz Wagner träfen diese Kriterien uneingeschränkt zu. Seit 32 Jahren an der Spitze der Stadt Kirn, habe er mit erstaunlicher Effizienz den Wandel von einer alten Industriestadt in die Moderne gemanagt. Er habe es verstanden, die Stadt an die klimatischen Störungen anzupassen, indem er sie vor den verheerenden Überschwemmungen der Nahe schützte, auch praktiziere er eine mutige und großzügige Sozialpolitik gegenüber den Benachteiligten und den älteren Menschen und hatte dabei die besondere Unterstützung seiner Frau Ute. Er regte an und realisierte, dass Kunst überall in der Stadt und an öffentlichen Orten präsent sei. Ihm sei es nicht möglich in wenigen Minuten über Wagners 32jährige Arbeit zu erzählen, aber, was er gesehen habe, sei eine große Inspiration für seine Arbeit als Bürgermeister von Fontaine gewesen. Das das wäre in Fontaine unbekannt geblieben, wenn es nicht diese tiefe Freundschaft mit Paul Morelon gegeben hätte. Eine Freundschaft, die sich rasch zwischen den Gemeindeteams und vielen Familien in Kirn und Fontaine entwickelt habe. Die Geschichte von Fritz sei auch die Geschichte von Ute Wagner“.
Patrick Chapuis fügte hinzu:
„Der Erfolg der Städtepartnerschaft wäre sicherlich nicht so positiv zu bewerten, wenn Ute mit ihren Kenntnissen der französischen Sprache nicht daran beteiligt gewesen wäre und mit sprachlichen Brücken immer wieder den Austausch erleichtert hätte“. 

Bemerkenswerte Worte fand Stadtbeigeordnete Christa Hermes. In ihren grundsätzlichen Ausführungen zur Partnerschaft sagte sie:
Mit Fontaine-lès-Dijon verbindet Kirn eine tiefe Freundschaft. Vor 35 Jahren, am 10. Mai 1986 unterzeichneten die Bürgermeister Dr. Paul Morelon und Fritz Wagner unter dem Beifall der Bürgerinnen und Bürger beider Städte die Partnerschaftsurkunde. Seit der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages und dem Aufruf der beiden Bürgermeister, diese Freundschaft nunmehr auch mit Leben zu erfüllen, gibt es einen regelmäßigen Austausch von Familien, Gruppen und offiziellen Delegationen. Im jährlichen Wechsel finden an Pfingsten in Kirn oder in Fontaine-lès-Dijon offizielle Partnerschaftstreffen statt, an denen jeweils bis zu 200 freundschaftlich verbundene Bürger beider Städte teilnehmen. Der Anlass der Reise nach Fontaine-les-Dijon sei also ein weiterer Höhepunkt der engen freundschaftlichen Beziehungen und es erfülle die Beteiligten mit Stolz, diese Städtepartnerschaft so erfolgreich und voller Leben und Energie zu sehen. Eine deutsch-französische Städtepartnerschaft ist und bleibt etwas Besonderes: Sie sei ein Zeichen von Frieden und Versöhnung, von Kraft und Hoffnung sowie von Treue und Langlebigkeit. Für Hermes ist die Städtepartnerschaft ein Instrument, das Türen öffnet und erlaubt, menschliche Gefühle zu entwickeln: Freundschaft, Vertrauen und vor allem gegenseitige Wertschätzung, die sich nicht scheuen sollte, das schöne Wort "Brüderlichkeit" zu benutzen. Auch in Zukunft sei es wichtig, gute Beziehungen zu pflegen. Gemeinsam denken, gemeinsam arbeiten, gemeinsam bauen". Das sind die Leitprinzipien der von den Jugendlichen zu entwickelnden Aktionen.
Im Namen aller Einwohner von Kirn dankte Hermes den politisch Verantwortlichen wie auch den Bürgerinnen und Bürgern für die Freundschaft. Wir fühlen uns durch Ihr Vertrauen und Ihre Aufrichtigkeit geehrt”.

Dankrede Fritz Wagners in Anwesenheit der Vizepräsidentin des Departement Côte d’Or/Franche-Comté, Mme Patricia Gourmand und des stellvertretenden Bürgermeisters von Dijon, M. Didier Martin:
Auch Wagner sah den Tag als Bekenntnis zu Freundschaft und Partnerschaft der beiden Kommunen Fontaine-les-Dijon und Kirn und erkannte auch die Verpflichtung, diese Partnerschaft fortzusetzen und nach den Einschränkungen der Corona-Zeit wieder zu beleben und weiter zu entwickeln.

Ich darf Ihnen versichern, dass meine Frau und ich, und ich bin davon überzeugt, auch die Beigeordnete Christa Hermes, in diesem Sinne sich weiterhin engagieren". 35 Jahre Partnerschaft und Freundschaft zwischen Fontaine-les-Dijon und Kirn hätten starke Bande geschaffen. Es seien dabei auch persönliche Freundschaften entstanden, die auch in Zukunft weiter gepflegt werden wollten. Er sei davon überzeugt, dass auf der kommunalen wie auf der privaten Ebene der Wunsch und die Bereitschaft bestehe, die Bande der Freundschaft noch enger zu gestalten. Beeindruckt war er nach seinen Aussagen von der starken Persönlichkeit des früheren Bürgermeisters, Dr. Paul Morelon, den er als energiegeladenen Chef der Kommune kennengelernt habe. Seine freundliche Art, sein fast väterliches Auftreten dem jüngeren Kollegen gegenüber, das konstruktive Miteinander trotz der schlimmen Erfahrungen mit den Deutschen in der Nazi-Zeit, seien außerordentlich bemerkenswert. Auch zwischen den Familien Morelon und Wagner entwickelte sich eine starke Bindung. Kontinuität in allen Eckwerten der Partnerschaft stellten alle Teilnehmer der Partnerschaft sehr schnell fest, als Patrick Chapuis Bürgermeister von Fontaine-les-Dijon wurde. Unter seiner Initiative entwickelten sich neue, kreative Perspektiven. Die Kunst erhielt neue Kraft innerhalb der Freundschaftsbeziehungen und sollte auch weiterhin eine tragende Säule bleiben. „Lieber Patrick, ich danke dir für Dein persönliches Engagement in der Partnerschaft, aber auch für die Freundschaft, die unsere beiden Familien verbindet. Nicht vergessen dürfen wir die europäische Einigung, die es in schwierigen Zeiten weiter zu entwickeln gilt. Nur ein gemeinsames, einiges Europa kann den Menschen dienen und ihr Leben positiv gestalten. Und wir arbeiten daran auch im Sinne nachfolgender Generationen, denen wir die Idee eines einigen und gemeinsamen Europas weitergeben. „Dankesworte richtete Wagner auch an Enza Crevenat, die die Last der Organisation aller Veranstaltungen innerhalb der Partnerschaft trage. Mit Bravour löse sie alle Probleme die vor, in der Mitte oder am Ende der Partnerschaftstreffen auftreten würden. „Und so drücke ich allen Vertretern der Stadt Fontaine-les-Dijon, aber auch deren Bürgerinnen und Bürgern, meine Hochachtung aus und erneuere das Versprechen, dass wir auch weiterhin in Freundschaft verbunden bleiben. Ich selbst freue mich, wenn ich in Fontaine sein darf. Ich freue mich auf die Eglise St. Bernard, auf die Galerie La Source, auf Treffen im Centre d‘Animation Pierre Jacques, vor allem aber auf die immer freundlichen Bürgerinnen und Bürger von Fontaine-les-Dijon“.

Kontakt

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