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Aktuelles aus der Freiwilligen Feuerwehr Kirner Land

Gemeinsame Übung am 14.09.2026

Feuerwehr-Übung Kirner Land

Um im Ernstfall schnell, handlungsfähig und sicher zu agieren, hat die Feuerwehr Hennweiler eine gezielte Ausbildung zum Thema Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung durchgeführt. Unter der Leitung von Guido Dörr, der die detaillierte Planung übernommen hatte, nutzten auch interessierte Kameraden aus den Nachbarorten Hochstetten, Oberhausen und Schneppenbach die Gelegenheit zur gemeinsamen Übung. Auf einer von der Wehrführung bestens vorbereiteten Ackerfläche standen praktische Übungen an verschiedenen Ausbildungsstationen auf dem Programm. 

Die Einsatzkräfte schulten den gezielten Umgang mit speziellen Handwerkszeugen wie Löschrucksack, Feuerpatsche und Waldbrandhacke. In diese Ausrüstung hatte auch der Förderverein der Feuerwehr Hennweiler seinen Teil beigetragen. Unter realen Bedingungen konnten die Feuerwehrleute das Löschen an mehreren echten Feuern praktisch erproben. Der dafür benötigte Stoppelacker wurde von Landwirt Jörg Schäfer zur Verfügung gestellt, der die Übung vor Ort direkt mit Traktor und Grubber unterstützte. Neben dem praktischen Löscheinsatz vermittelte die Schulung auch die zugrundeliegende Einsatztaktik sowie die strukturierte Bildung verschiedener Einsatzabschnitte. 

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausbildung lag auf der praxiserprobten Zusammenarbeit mit den örtlichen land- und forstwirtschaftlichen Betrieben. Ziel ist es, Synergien im Ernstfall optimal zu nutzen. Landwirte können mit Traktor und Grubber schnell Schneisen ziehen, um dem Feuer die Nahrung zu entziehen und eine Ausbreitung einzudämmen oder im Pendelverkehr Wasser transportieren um die Befüllung von Löschfahrzeugen oder mobilen Faltbehältern an festgelegten Übergabepunkten sicherzustellen. Wie eine solche Unterstützung in der Praxis aussieht, demonstrierte Landwirt Jan Schmidt. Er rückte mit seinem Schlepper und einem 18.000 Liter fassenden Wasserwagen des Motocross Vereins Hennweiler an – eine gewaltige Wasserreserve, auf die die Feuerwehr Hennweiler im Notfall direkt zurückgreifen kann. 

Für einen reibungslosen Ablauf werden vor Ort feste Ansprechpartner bestimmt sowie ein zentraler Meldekopf, Sammelpunkte und Bereitstellungsräume eingerichtet. Die Sicherheit und der Eigenschutz stehen bei solchen Einsätzen an erster Stelle. Aufgrund der hohen Dynamik von Vegetationsbränden – stark beeinflusst durch Wind, Topografie und leicht brennbare Materialien wie Gras, Stoppeln oder Waldstreu – gelten im Einsatz strenge Sicherheitsregeln. Eindeutige Rückzugssignale müssen allen Kräften bekannt sein, um bei drehendem Wind sofort reagieren zu können. Flucht- und Zufahrtswege sind durchgehend freizuhalten. Auf schmalen Wegen wird bei Bedarf eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet, um Blockaden durch Gegenverkehr zu vermeiden. Nachrückende Feuerwehrkräfte werden systematisch an definierten Punkten in die Lage eingewiesen. Auch der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Kirner-Land Jeffrey Mitchell schaute sich die einzelnen Ausbildungsstationen vor Ort an.

Der Wehrführer der Stützpunktfeuerwehr Hennweiler Simon Schuck, lobte das große Engagement seiner Kameraden sowie das hervorragende Zusammenspiel mit den Land- und Forstwirtschaftlichen Betrieben aus Hennweiler und Oberhausen. Durch gut strukturierte Abläufe im Vorfeld und klare Absprachen konnten in der Vergangenheit bereits mehrere Flächenbrände in der Region schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Kontakt

Verbandsgemeindeverwaltung Kirner Land
Bahnhofstraße 31
55606 Kirn
Telefon: 06752 135-0
E-Mail: verwaltung(at)kirner-land.de