KIRN - Am Nachmittag des Pfingstsonntags, gegen 16 Uhr, ergoss sich eine Starkregenzelle über der Verbandsgemeinde Kirner Land. Besonders betroffen war der Kirner Stadtteil Kirn-Sulzbach und die Gemeinde Bärenbach. In kürzester Zeit sammelte sich reichlich Oberflächenwasser an den angrenzenden Hanglagen. Da sich die vorhandenen Sandfänge relativ schnell zusetzten, floss das Oberflächenwasser bald in Sturzbächen durch nahezu alle Straßen Kirn-Sulzbachs. Zahlreiche Fahrzeuge wurden dabei beschädigt, Gebäude liefen voll und es wurden Schäden an der Infrastruktur gemeldet. Erschwerend kam hinzu, dass sich das Wasser am Bahndamm, der unmittelbar an die Ortslage angrenzt, sammelte und nicht abfließen konnte. Hierdurch drohte für die angrenzende Wohnbebauung Gefahr durch den steigenden Pegel. Durch das Ausbaggern der Sandfänge und das Reinigen von Entwässerungsrohren am Bahndamm, konnte die Situation nachhaltig entschärft werden. Zu Personenschäden in der Bevölkerung kam es glücklicherweise nicht.
Im Gerätehaus der Feuerwehr Kirn wurde die Einsatzleitung unter Wehrleiter der VG Kirner Land, Markus Späth, eingerichtet. Ergänzend war der Katastrophenschutz des Landkreises Bad Kreuznach als Führungsunterstützung im Einsatz und stand beratend zur Verfügung. Durch massiven Personaleinsatz von Feuerwehr und THW wurden auch die ganze Nacht über zahlreiche Keller ausgepumpt. Parallel dazu wurden Straßen von Geröll und Treibgut geräumt. Weiteres zugeführtes Personal von Feuerwehren des Landkreises, aber auch lokale Unternehmen und zahlreiche Spontanhelfende unterstützten die Anwohner bei Aufräum- und Reinigungsarbeiten. Die Verpflegung der Helfer mit Essen und Getränken wurde durch eine Schnell-Einsatz-Gruppe des Sanitätsdienstes des Landkreises übernommen. Über die betroffenen Gebäude und Schadenshöhe an der öffentlichen Infrastruktur kann derzeit noch keine Angabe gemacht werden.
Zum Zeitpunkt der Pressemitteilung dauerten die Einsatzmaßnahmen noch an. Ein Ende kann momentan noch nicht abgesehen werden.
Neben den örtlichen Feuerwehreinheiten der Verbandsgemeinde Kirner Land, kamen im Laufe des gesamten Schadensereignisses auch Kräfte von THW und anderen Hilfsorganisationen, sowie weiteren Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis und darüber hinaus zum Einsatz. Insgesamt waren bisher weit über 300 ehrenamtliche Kräfte im Einsatz.
Thorsten Borger, stellvertretender Wehrleiter der VG Kirner Land merkte an: „Nachdem wir in den vergangen Tagen Bilder von den Unwetterereignissen in nicht all zu weiter Entfernung ansehen mussten, zu denen wir auch einige Hilfskräfte entsendet haben, wurden wir gestern selbst von einem Unwetter getroffen. Ich danke allen Hilfskräften aus Nah und Fern für die schnelle und anpackende Hilfe. Auch Thomas Jung, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kirner Land, schloss sich dem Dank an die Helfer an: „Es ist großartig zu sehen, wie die Hilfskette anläuft und so schnelle Hilfe, auch über Gemeindegrenzen hinweg, zur Verfügung steht. Vielen Dank an alle Helfer“
Pressemitteilung Unwetter in der VG Kirner Land






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